Petko Sirako-Tunier in Sofia über das Wochenende. Der Freistilringer River Perlungher überzeugt auf internationaler Ebene weiter. Nach seinem vierten Rang in Nizza holte er diesmal in der bulgarischen Hauptstadt Sofia die Bronzemedaille.
W.S. In der Alterskategorie U23 sorgte der 21-jährige River Perlungher für eine weitere Erfolgsmeldung. Der US-Schweizer setzt derzeit voll auf die Karte Ringsport. Er trainiert sehr intensiv, bis dreimal täglich. In einem letzten Herbst gestarteten Projekt, an dem sich auch sein jüngerer Bruder Stone und noch zwei weitere Schweizer Ringer beteiligen, werden sie vom einstigen russischen Weltklasseringer Afis Dzawadov technisch weitergebracht. Mit Sparringpartnern aus Kazachstan und Trainingsaufenthalten in anderen europäischen Ländern holen sie die nötige Härte. So hielten sie sich während mehrerer Wochen in Dagestan, einer russischen Hochburg des Ringens auf. Zuvor besuchte River Perlungher mit seinem jüngeren Bruder Stone in Amerika das College und konnte dort eine gute Basis legen. Perlungher, ein geborener Kämpfer, ist vor gut einem Jahr in die Schweiz zurückgekehrt und hat sich der Ringerriege Einsiedeln angeschlossen. Die Verbandsverantwortlichen haben mit seiner Aufnahme ins Nationalkader ein gutes Händchen gehabt. Nachdem er vor einem Monat in Nizza Vierter wurde, vermochte er sich in Sofia zu steigern. Im freien Stil bis 61 Kilogramm kam nun ein dritter Platz hinzu. Nach zwei Startsiegen setzte er sich auch in der dritten Runde durch und stand damit im Halbfinal, wo er gegen den japanischen Vertreter eine Niederlage bezog. Im Duell um die Bronzemedaille bezwang er den Bulgaren Georgi Todorov mit 8:0. An diesem Turnier, an dem es fast ausschliesslich knappe Resulate gab, war dieser deutliche Sieg eine Ausnahme. Mit dem dritten Rang hat er seine gute Form unter Beweis gestellt und scheint auf internationaler Ebene angekommen zu sein.
