Luzia Beeler wurde neue Verbandssekretärin

Delegiertenversammlung von Swiss Wrestling in Ittigen (BE). Swiss Wrestling blickte auf eine harte Saison zurück. Besonders im finanziellen Bereich zogen dunkle Wolken auf. Im sportlichen Bereich gab es dafür einige Lichtblicke. Die Ringerriege Einsiedeln ist erfreulicherweise weiterhin im Zentralvorstand vertreten.

W.S. Am letzten Samstag wurde im Haus des Sports von Swiss Olympic die Delegiertenversammlung abgehalten. Unter Leitung von Präsidentin Nadine Pietschmann wurden die Geschäfte rasch erledigt. Die umfangreichen Jahresberichte vermittelten einen Einblick im sportlichen und administrativen Bereich sowie dem breitgefächerten Angebot an Kursen und Wettkämpfen. Klar, Ringen ist nicht Fussball, der mehrfache Meister Willisau nicht der FC Basel. Die Delegierten bekamen zu hören, dass mit einem Verlust von rund 70’000 Franken dunkle Wolken am Ringerhimmel aufzogen. Und auch im nächsten Jahr wird mit einem Verlust von 80’000 Franken gerechnet. Um die Liquidität zu erhöhen, werden vor allem die Vereine Mehrabgaben zu leisten haben. Weiter werden die Entschädigungen von Funktionären und Kampfrichtern gekürzt, was allerdings lediglich ein Tropfen auf den heissen Stein ist. So sind im Bereich Spitzensport Sparmassnahmen vorgesehen. Es bleibt derzeit nichts anderes übrig, das Geld jetzt anders und effektiver einzusetzen, sodass die Kaderathleten in ihren Leistungen weiter gefördert werden können.

Trotz dieser nicht gerade rosigen Aussichten, gab es auch Erfreuliches im abgelaufenen Verbandsjahr. So holte der Nachwuchs an Kontinental-Titelkämpfen je zwei Silber- und Bronzemedaillen. Weiter konnte die Reorganisation des Verbandes abgeschlossen werden. So wurde der Vorstand von neun auf sieben Mitglieder verkleinert. Künftig will der Vorstand mehr strategisch und nicht mehr operativ wirken. Da stellt sich allerdings die Frage, wer dann noch die Arbeit macht. Wie in anderen Verbänden zeigt sich, dass die Knochenarbeit niemand mehr leisten will und sie deshalb ausgelagert wird.  Mit vier Frauen erfüllt der Verband die ab 2025 geltende Frauenquote von 40 % in den Führungsgremien der Sportverbände. Gegen diesen von der abtretenden Sportmininisterin Viola Amherd vorgeschlagenen Anteil laufen noch heute viele Verbände Sturm, weil diese Regelung für viele nicht umsetzbar ist und die Existenz von Verbänden und Vereinen gefährdet.  Weiter wurde bei den Wahlen den Vorgaben von Swiss Olympic nachgelebt, die eine Amtszeitbeschränkung empfehlen.

Sekretäriat in Einsiedler Händen

Nachdem Ronja Schwaller (Ringerriege Einsiedeln) als Generalsekretärin aus beruflichen Gründen zurücktrat, wurde als Nachfolgerin die Rothenthurmerin Luzia Beeler gewählt. Damit bleibt dieses wichtige und äusserst arbeitsintensive Amt in den Händen der Ringerriege Einsiedeln.

Nachdem die Wiederwahlen eine reine Formsache waren, setzte es um den Vertreter der Westschweiz ein Chaos ab. Dass der Ostschweizer Ringerverband dafür einen Kandidaten stellte, löste einige Diskussionen aus. Letztlich wurde die Vakanz im Zentralvorstand gemäss Statuten der Westschweiz zu gesprochen. Anzumerken ist, dass sie erst im allerletzten Moment einen Vorschlag machte.

Ruedi Beeler (Ringerriege Einsiedeln) wurde als Präsident der Rekurskommission wiedergewählt und steht damit weiterhin der höchsten verbandsinternen Rechtsmittelinstanz vor.

Werner Schönbächler